Rosenfreunde Eltville e.V.
Rosenfreunde Eltville e.V.

Geschichtliches aus der Rosenstadt Eltville

 

Kurzchronik:

 

1871: Carl Schmitt gründete eine Rosenschule. Jährlich wurden über eine halbe Million Rosen auf den Eltviller Rosenfeldern kultiviert. Die Geschäftsbeziehungen reichten bis zum Zarenhof in St. Petersburg.

1979: Stadtgärtnermeister Reinhard Pusch legte die Grundlagen für den Rosengarten in der Kurfürstlichen Burg und die städtischen Grünanlagen.

1988: Eltville wird Rosenstadt.

2008: Gründung des Eltviller Rosenvereins mit dem Namen "Rosenfreunde Eltville e.V."; Gründungsmitglied ist Bürgermeister Patrick Kunkel, 1. Vorsitzender Gärtnermeister Steffen Müller.

Seit 2010: Mitglied und Freundeskreis der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde (GRF), jetzt: Deutsche Rosengesellschaft e.V.

Mai/Juni 2013: Eltville feiert das Jubiläum "25 Jahre Rosenstadt Eltville" mit den "Eltviller RosenWochen"

31. Mai 2013: Eröffnung des Eltviller Rosenkabinetts im oberen Burghof der Kurfürstlichen Burg

Mai/Juni 2014 und Folgejahre: Eltville veranstaltet nach dem großen Erfolg im Jubiläumsjahr 2013 erneut "Eltviller RosenWochen" - Näheres s.u.

 

Mai/Juni 2018: Eltville feiert das Jubiläum "30 Jahre Rosenstadt Eltville" mit den "Eltviller RosenWochen" und der großen "RosenWand".

 

Geschichte:

 

Dort, wo weltberühmte Weine auf sanften Hügeln reifen, gedeiht auch die Königin des Blumenreichs prächtig. Schon Ende des 19. Jahrhunderts machte Eltville, die älteste Stadt im Rheingau, als Rosenstadt von sich reden. 1871 gründete Carl Schmitt in Eltville eine Rosenschule. Über eine halbe Million dorniger Schönheiten wuchsen damals jährlich vor den Stadtmauern auf großen Rosenfeldern heran. Eltviller Rosen waren seinerzeit sehr angesehen und begehrt. Und so reichten die Geschäftsbeziehungen der Rosenschule sogar bis zum Hofe des Zaren in St. Petersburg. Aber auch zahlreiche andere Gärtner in Eltville züchteten Rosen, besuchten Ausstellungen und gewannen dabei Preise.

Rosenzüchter Carl Schmitt mit Familie

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es zunächst ruhig um die Rosenstadt Eltville. Erst in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erlebte sie dank des damaligen Stadtgärtnermeisters Reinhard Pusch wieder einen Auftrieb. Er sorgte für die verstärkte Aufzucht von Rosen und bestückte damit die städtischen Anlagen. Auch im Burggraben legte er 1979 Rosenbeete an und pflanzte Kletterrosen.

Andreas Hilleberg setzte später seine Arbeit als Stadtgärtner bis heute fort.

 

 

 

 

 

 

 

Stadtgärtnermeister Reinhard Pusch

Der Verein Deutscher Rosenfreunde (heute: Deutsche Rosengesellschaft) hat Eltville im Jahre 1988 das Prädikat Rosenstadt verliehen. Eltville war damals die 4. Rosenstadt in ganz Deutschland. Heute gibt es elf Rosenstädte, acht Rosendörfer und einen Rosenkreis. Eltville gehört dieser erlesenen Runde an, da die Rose hier eine ortsbildprägende Rolle spielt. Heute blühen im Sommer rund 22.000 Rosenstöcke in 350 Sorten, darunter viele Raritäten und historische Rosen. Gerade im Burggraben und am Rheinufer kommt die Blütenpracht in den Sommermonaten besonders gut zur Geltung.

1990, zwei Jahre nach der Prädikatsverleihung, wurde eine Züchtung aus der Rosenschule Tantau auf den Namen „Stadt Eltville“ getauft. Sie bekam wenig später eine asiatische Schwester, die den Namen „Schönes Eltville“ trägt. Der japanische Rosenzüchter Kazuzo Tagashira aus Hiroshima schenkte sie der Stadt Eltville. Anlässlich des Jubiläums „10 Jahre Rosenstadt Eltville am Rhein“ widmete die Wein- und Sektstadt den asiatischen Rosenfreunden eine neue Floribundarose, die den Namen „Friedensgedächtnispark Hiroshima“' erhielt.

Eltville lädt immer am ersten Wochenende im Juni zu Rosentagen mit mehrtägigem Programm rund um die Königin des Blumenreiches ein. In diesem Rahmen wurde im Jahr 2006 eine Rose auf den Namen „Johannes Gutenberg“ getauft, um auf die Spuren hinzuweisen, die der geniale Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern in Eltville hinterlassen hat.

Im Jahre 2008 konnte Eltville das Jubiläum "20 Jahre Rosenstadt Eltville" feiern. Zu diesem Anlass und im Rahmen der Eltviller Rosentage wurde der Rosenverein "Eltviller Rosenfreunde e.V." gegründet.

Im Jahr 2013 feierte Eltville sein Jubiläum "25 Jahre Rosenstadt Eltville". Aus diesem Anlass wurden rund um die Rosentage die "Eltviller RosenWochen" mit einer Fülle rosenbezogener Veranstaltungen aus der Taufe gehoben. Diese - im Mai und Juni - sind seitdem eine feste Einrichtung im Ereigniskalender Eltvilles.

 

Im Jahr 2018 wurde dann das Jubiläum "30 Jahre Rosenstadt Eltville" gefeiert. Eltviller Kitas und Schulen schufen zu diesem Anlass eine 7 x 15 Meter große "RosenWand", die drei Wochen lang im Burghof der Kurfürstlichen Burg gezeigt wurde. Gleichzeitig feierten die Rosenfreunde Eltville ihr Jubiläum zum 10-jährigen Bestehen. Aus Anlass dieser beiden Jubiläen hat es insbesondere im Zeitraum 25. Mai bis 9. Juni eine Vielzahl von Veranstaltungen gegeben.

Seit einigen Jahren macht der "Eltviller Rosenkavalier" die Bedeutung der Rose für Eltville auch als Person sichtbar. Von 2015 bis 2020 war Volker Waizenegger der Eltviller Rosenkavalier. Das Ehrenamt ist derzeit infolge der Coronakrise unbesetzt.

Volker Waizenegger, Eltviller Rosenkavalier 2015 bis 2020

Tobias Seitz, ehem. Eltviller Rosenkavalier

 

Rose "Landora" im Amtsgarten der Kurfürstlichen Burg

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Die ROSENFREUNDE ELTVILLE sind Mitglied und Freundeskreis der Deutschen Rosengesellschaft e.V.